Mitarbeiterin Püse

(public relations, security)

 Am Sa, 16. November geschlossen wegen einer internen Feier.

Sehenswert nicht nur für Mallorca-und Kraschutzki-Freunde:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/mallorca---eine-deutsche-liebe-100.html

 

 

SolySal

Landesstr. 30

31171 Barnten

solysal@web.de
Tel.: 05066-63837

Eine unglaubliche Geschichte

 

Im Jahre 1931 ging meine Großmutter Luise mit ihren vier Kindern und einer Freundin, die im Haushalt half, nach Mallorca. Damals ein abenteuerliches Unternehmen.

Mein Großvater, Heinz, war zunächst in Deutschland geblieben, um dort als Journalist bei der antifaschistischen Zeitung „Das andere Deutschland“ zu arbeiten.

Da die Zeiten immer unsicherer wurden und Zahlungen aus Deutschland nur noch unregelmäßig eingingen, baute meine Großmutter in Cala Rajada, am Ostzipfel der Insel, einen kleinen Laden mit Handarbeiten und Souvenirs für die allerersten Touristen auf (vermutlich der erste dieser Art auf Mallorca). Sie gab ihm den Namen „Las Estrellas“, „Die Sterne“: vier Sternen als Symbol für ihre vier Kinder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Mustertüte, die ich noch habe

Heinz musste bald aus Deutschland fliehen und folgte seiner Familie, um vor Ort beim Aufbau des Geschäftes mitzuhelfen. Schnell florierte der Laden dermaßen, dass Aufträge aus aller Welt eingingen und meine Großeltern eine Schar von Fischermädchen in Lohn und Arbeit nahmen.

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Vor dem noch unverputzten zukünftigen Laden

Mein ‚Opchen‘ lehnt in der Tür

Der Aufenthalt meines Großvaters im Kreise seiner Lieben war jedoch von kurzer Dauer, denn er wurde kurz darauf in den Wirren des Spanischen Bürgerkrieges verhaftet (keiner   weiß, warum) und verbrachte die nächsten 10 Jahre seines Lebens als politischer Häftling in spanischen Gefängnissen.

Je näher der Ausbruch des zweiten Weltkrieges rückte, desto schwieriger wurde der Aufenthalt auf Mallorca und die Führung von „Las Estrellas“ und schließlich gab meine Großmutter Haus und Firma auf und kehrte mit den Kindern zurück nach Berlin.

 

Ende des Krieges, Heinz war zurück gekehrt und hatte Luise erneut geheiratet (die Ehe war während des Nationalsozialismus zwangsgeschieden worden), hatte meine Großmutter zum Erhalt der Familie bereits in Berlin eine neue Firma gegründet, wo sie wieder einige Mädchen beschäftigte, die gemeinsam mit ihr Handarbeiten herstellte aus dem, was es unmittelbar nach dem Kriege gab.

In eines der Mädchen, Römken, verliebte sich der Sohn der ‚Chefin‘, Ado, mein Vater und 1950 wurde ich geboren.

 

Nachdem mein Großvater pensioniert war, verbrachten meine Großeltern wieder viel Zeit in ihrem Haus auf Mallorca, zunächst nur während der Wintermonate, schließlich siedelten sie endgültig um.

 

Ich war zum ersten Male 1956 auf Mallorca

Meine Mutter mit mir zurück von der Cala Agulla

  

und fand als kleines Mädchen die menschenleeren Strände und das ewige Muschelsammeln öde, das ungesalzene Brot, die einzige Sorte Käse und das unendlich vielfältige frische Obst und Gemüse ungewohnt und die mich dauernd abschmatzenden Fischerfrauen, begeisterte Verehrer der Kraschutzkis, eklig.

 

 

 

 

 

Mein Vater und ich an der Cala Agulla vor dem ‚‘Krokodil‘, damals noch ohne Appartements auf seinem Rücken (das Krokodil)

  

Natürlich waren wir sechs Enkel meiner Großeltern aber immer wieder auf Mallorca und da erwachte doch die große Liebe zu meiner Insel.

1971 lernte ich dort in den Ferien meinen Freund Carlos aus Barcelona kennen (es stellte sich heraus, dass sein Onkel und mein Vater als Kinder zusammen Fußball gespielt hatten!) und zog 1972 nach Spanien. Nachdem ich sechs Jahre als Grafikerin in einer der bekanntesten Parfümeriefirmen Spaniens gearbeitet hatte, ging ich (schon zwei Jahre zuvor hatte ich mich von Carlos getrennt) zurück nach Deutschland.

Auf einer Fernostreise hatte ich mich in den Vater meiner Kinder verliebt. Der wohnte in Hannover. Also ging ich nach Hannover.

Weil ich es mir so wünschte, zogen wir bald von der Stadt auf’s Land und nach der Geburt unseres dritten Kindes in das damals fast 400 Jahre alte wunderschöne Fachwerkhaus auf einem 1 ha großen Gelände mit Wäldchen in der Landesstr. 30 in Barnten zwischen Hannover und Hildesheim. Dass wir dieses Glück hatten, kam uns wie ein Lottogewinn vor.

 

Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte...

 

...und die geht noch spannend weiter. Aber das wird ein anderes Mal erzählt...

 

Mitte des letzten Jahrhunderts.

     Das höchste Gebäude

          – natürlich –

            die Kirche